Waltraud Heinrich

Waltraud Heinrich

Werdegang: Die Altistin Waltraud Heinrich ist Solistin, Gesangslehrerin und festangestellte Sängerin im RIAS Kammerchor. Ihr Repertoire umfasst sowohl zahlreiche Werke der alten als auch zeitgenössischen Musik, szenisch und konzertant. Als Ensemblemitglied im RIAS Kammerchor, Chorsolistin und Solistin sang sie unter renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sir Roger Norrington, Riccardo Chailly, Iván Fischer, Thomas Hengelbrock, Claudio Abbado, Daniel Barenboim und vielen weiteren, auf den Konzertbühnen dieser Welt. Zahlreiche CD-Aufnahmen, auf welchen Waltraud Heinrich sowohl als Teil des RIAS Kammerchores als auch solistisch zu hören ist, wurden mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet. Auch abseits des klassischen Repertoires ist Waltraud Heinrich zuhause. Die Altistin gibt Opernabende, singt Musical und Operette und verschrieb sich bereits vor geraumer Zeit dem Lied. Schuberts Zyklus „Winterreise“ ist nur ein Beispiel dafür. Als Gesangslehrerin und Dozentin an der Universität der Künste Berlin vermittelt sie zudem ihr Können und ihre Erfahrung an Nachwuchs-Sängerinnen und Sänger.

Geboren wurde Waltraud Heinrich als Tochter einer Winzer-Familie in Trier. Bereits zu Schulzeiten sang sie dort im Extrachor des örtlichen Theaters, bevor sie ihr Gesangsstudium bei Prof. Lucretia West in Karlsruhe begann. Während ihrer Studienzeit wechselte Heinrich zu Prof. Margit Kobeck nach Köln und belegte bei ihr und Kurt Widmer zahlreiche Meisterkurse. Kurse sowie Unterricht bei Janice Alder und Prof. Jonathan Alder folgten. Bei Wettbewerben, wie beim Internationalen Opernwettbewerb im italienischen Novara, sang sie sich ins Finale.

Was mich am Singen fasziniert: Ich möchte versuchen ein paar Gedanken zusammenzufassen, die mich oder meine Auffassung des Berufes betreffen und auch immer wieder beschäftigen. Ich bin jedesmal nach einer Probe oder einem Konzert überrascht, wie essentiell wichtig das Singen für mich ist, körperlich, geistig und seelisch. Das Singen im Ensemble kann dieses sehr oft verstärken, so dass wirklich ein Gemeinschaftsgefühl aktiviert wird, was vielleicht gar nicht so angestrebt war. Mit Stimme kann ich besser ausdrücken als oft mit Worten und was das wichtige ist, es braucht ganz viel Initiative bei einem selbst, daß es funktioniert, gleichzeitig kommt Energie zurück. Ich bin glücklich und dankbar, dass, trotz aller schon tiefen Talsohlen, mich das Leben in diesen Beruf geführt hat, daß ich die MöglIchkeit habe, diesen Beruf in dieser Form auszuüben.