Newsletter September 2021

RIAS Kammerchor Berlin - Newsletter September
Newsletter September 2021 
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Newsletter September
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns schon sehr darauf, nächsten Mittwoch wieder für Sie singen zu dürfen. Justin Doyle leitet das Programm um die Klagelieder des Propheten Jeremia am Mittwoch, 15. September in der Philharmonie Berlin.
 
Kennen Sie schon die Vertonungen von William Byrd, Thomas Tallis und Giovanni Pierluigi da Palestrina? Diese Werke stehen selten auf dem Konzertkalender, ebenso wie die Kantate Threni von Igor Strawinsky, dessen 50. Todestag wir in diesem Jahr gedenken. Begleitet werden wir von der wunderbaren Kammerakademie Potsdam, die ihr Debüt beim RIAS Kammerchor gibt. Nicht zuletzt erwarten Sie beim ersten Berlin-Konzert der Saison hervorragende Solist*innen: Johanna Winkel (Sopran), Henriette Gödde (Alt), Maximilian Schmitt (Tenor), Georg Poplutz (Tenor), Dominik Köninger (Bariton) sowie Dominic Barberi (Bass).
 
Tickets im Webshop des Musikfest Berlin – neues Kontingent freigeschaltet!
 
Von zuhause aus können Sie das Konzert auch live in der Digital Concert Hall mitverfolgen. Deutschlandfunk Kultur sendet einen Mitschnitt des Abends am Freitag, 1. Oktober, ab 20.03 Uhr.
 
Eine gute Neuigkeit: Ab sofort können Sie Karten für den Deutschen Chordirigentenpreis am 20. November und für unser Adventskonzert „Mein Geist freuet sich“ erwerben, das wir am 11. Dezember in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu deren 60-jährigen Bestehen geben. Mehr dazu weiter unten.
 
Wir freuen uns sehr, die Altistin und Mezzosopranistin Anna Schaumlöffel in unseren Reihen begrüßen zu dürfen, die seit dem Saisonstart ihr Probejahr bei uns absolviert. Lesen Sie zum Ende des Newsletters wie die Musik von Brahms sie zum RIAS Kammerchor gebracht hat. Und wie unsere Saison mit einem fulminanten Tourneekonzert in Polen startete, lesen Sie gleich hier im Anschluss.
 
Schöne letzte Sommertage wünscht Ihnen
Ihr RIAS Kammerchor Berlin
 
 
Inhaltsverzeichnis
• TV-TIPP: Strawinsky
• Saisonauftakt in Striegau
• Neue Konzerte im Verkauf
• Mezzosopranistin Anna Schaumlöffel im Gespräch
 
 
TV-TIPP | MO 13. September 2021 | 1.10 Uhr | arte
 
 
  Vladimir Jurowski dirigiert Strawinsky
 
Sie können von Strawinsky nicht genug bekommen? arte widmet dem Ausnahmekomponisten in der Nacht vom 12. auf den 13. September ab 23 Uhr eine Themennacht. Ab 1.10 Uhr wird ein Mitschnitt des Konzerts gesendet, das wir im Juni zusammen mit dem Rundfunksinfonie-Orchester Berlin in der Philharmonie gegeben haben. Freuen Sie sich u.a. auf selten gespielte Stücke wie Les Noces und Renard. Stefan Kaminski führt durch den Abend. Das Konzert ist anschließend in der arte-Mediathek abrufbar.
Saisonauftakt in Striegau
Unsere neue Saison begann am 27. August beim A Cappella-Festival in Strzegom/Striegau, Polen. Das Festival fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und bestand aus zehn Konzerten an einem langen Wochenende. Für die Sänger*innen des RIAS Kammerchor und Justin Doyle war dieses erste Gastspiel seit September 2020 ein außergewöhnlich emotionales Erlebnis.
 
Unter dem beeindruckenden Gewölbe der im frühen 16. Jahrhundert fertig gestellten Basilika St. Peter und Paul präsentierten wir ein Programm, das der weitverzweigten Musikerfamilie Bach gewidmet war.
 
Foto: Justin Doyle und sein Ensemble bei der Generalprobe in Striegau.
Das Programm bestand aus zumeist doppelchörigen Motetten von Johann Sebastians Großonkel Johann, seinen Onkeln Johann Christoph und Johann Michael, seinem Vetter Johann Ludwig und seinem Schwiegersohn Johann Christoph Altnickol. Den krönenden Abschluss bildete Johann Sebastians berühmte Motette Jesu, meine Freude. Die monumentale Kirche, ein Kulturdenkmal Polens, bot mit ihrer hervorragenden Akustik den perfekten Ort für diesen Saisonauftakt. Das begeisterte Publikum vor Ort bedankte sich mit langanhaltendem Applaus.
 
Foto: Die Fahne mit dem Festival-Logo, die überall in der Stadt zu sehen war.
Neu im Verkauf
SA 20. November 2021 | 20.00 Uhr
Sophienkirche Berlin
   
4. Deutscher Chordirigentenpreis
 
Nachdem der Deutsche Chordirigentenpreis 2020 ausfallen musste, blicken wir mit Zuversicht in den November 2021, wenn sich drei hochtalentierte Dirigent*innen mit dem RIAS Kammerchor präsentieren werden, die sich über ein mehrjähriges Stipendienprogramm des Deutschen Musikrats für dieses Finale qualifiziert haben. Eine hochkarätig besetzte Jury internationaler Spezialist*innen bewertet die Finalisten über mehrere Tage und bestimmt den Gewinner. Aber auch Sie, unser Publikum, haben die Möglichkeit, Ihre*n Favorit*in mit einem Publikumspreis zu küren, der im Rahmen einer Abstimmung während des Finalkonzerts ermittelt wird.
 
Zu den Tickets
SA 11. Dezember 2021 | 20.00 Uhr
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
   
Mein Geist freuet sich
 
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Sakralbauten Berlins, gleichzeitig ist sie ein bedeutendes Mahnmal gegen den Krieg. Aus Anlass des 60. Jahrestages des Kirchenneubaus ist der RIAS Kammerchor Berlin eingeladen, dieses Ereignis mit einem adventlichen Konzert zu begleiten. Die Leitung dieses Konzerts liegt in den Händen des renommierten Dirigenten und Chef des legendären Lettischen Rundfunkchores Sigvards Kļava.
 
Zu den Tickets
„Was für ein Glück!“ – Anna Schaumlöffel im Gespräch
 
Foto: Jo Titze
Anna, mit der neuen Saison hat Dein Probejahr beim RIAS Kammerchor begonnen. Was war es für ein Gefühl, bei uns anzufangen?
Als ich vergangenen September die Zusage für die Alt-Vakanz bekommen habe, ist ein Traum wahr geworden. Ich bin unglaublich dankbar, mich solch einem Ensemble anschließen zu können. Als ich den RIAS Kammerchor im Sommer 2012 in Frankfurt am Main zum ersten Mal mit einem Brahms-Programm live gehört habe, kam ich ganz beseelt aus dem Konzert und dachte nur: Wahnsinn, was für ein Klang! Ich konnte mir aber nicht vorstellen, dass ich irgendwann gut genug singen würde, um im RIAS Kammerchor arbeiten zu können. Im Grunde wurde ich im Laufe der vergangenen zehn Jahre vom RIAS-Fan zum RIAS-Mitglied im Probejahr – was für ein Glück!
 
Kurz nach diesem Erlebnis hast Du an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover Gesang im Bachelor und Master studiert. Wie hast Du den Start als professionelle Sängerin erlebt?
Durch glückliche Umstände wurde 2014 auf einem Meisterkurs festgestellt, dass ich jahrelang im für mich eher ungünstigen Stimmfach gesungen habe und wechselte dann vom Sopran in den Mezzosopran. Mein Studium in Hannover habe ich dann von Beginn an als Mezzosopran bestritten und wurde währenddessen schon regelmäßig als Solistin für Konzerte engagiert. In meinen letzten Studienjahren habe ich bereits in Hannover und Kiel als Solistin am Theater gastiert und in den darauffolgenden Jahren als Ensemblemitglied in Radebeul und der Oper Genf gearbeitet.
 
Fällt es Dir schwer, zwischen der Oper und dem Chorgesang hin und her zu wechseln? Bei der Oper exponiert man sich als Sänger*in schließlich mehr, im Chor nimmt man sich zurück, fügt sich ein in ein Ganzes.
Mein Anspruch an mich selbst ist, beides zu können. Ich möchte an einem Wochenende eine der Walküren singen und am nächsten eine Motette interpretieren können. Bis jetzt klappt das sehr gut. Aber der Chorgesang hat für mich Priorität. Schon als ich klein war, sang ich im Kinderchor und habe dann als Jugendliche in nahezu allen Schulferien C-Kurse in der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern besucht, um mich in Orgel-, Klavierspiel und Chorleitung weiterzubilden. Meine Affinität zur Chormusik war hier also schon früh gegeben.
Und es ist einfach wunderbar zwischen all meinen Kolleg*innen beim RIAS Kammerchor zu stehen. Zwar arbeite ich mit meiner Stimme aktiv mit, aber gleichzeitig ist es auch ein Genuss, zusammen mit allen im Klang zu baden.
 
Auf welches Konzert der Saison freust Du Dich am meisten?
Ganz klar auf Bachs Weihnachtsoratorium im Konzerthaus! Es gibt kein schöneres und festlicheres Werk zur Weihnachtszeit! Abgesehen davon bin ich sehr auf Spem in alium von Thomas Tallis gespannt, welches wir im April im Motorwerk beim Programm „Überirdisches II – Mond“ singen werden. Ich habe das 40-stimmige Werk bisher immer nur auf CD gehört und freue mich sehr auf diese Herausforderung.
 
Der RIAS Kammerchor im Radio
SO 12. September 2021
06.04 Uhr

   
Geistliche Musik
Martin: Messe für zwei Chöre
 
 
hr2 kultur
MO 13. September 2021
14.05 Uhr

   
Das Ö1 Konzert
Alte Musik im Konzert: Werke von J. S. Bach
 
Österreich 1
SA 25. September 2021
20.03 Uhr

   
Abendkonzert
Borisova-Ollas: Wie der Hirsch schreit
 
SWR2
 
 
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
 
rias-kammerchor.de
 
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