Newsletter Oktober 2020

RIAS Kammerchor Berlin - Newsletter Oktober
Newsletter Oktober 2020 
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Newsletter Oktober 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
es bleibt eine herausfordernde Zeit für uns. Eine für Oktober geplante CD-Aufnahme mussten wir verschieben, doch stattdessen bieten wir Ihnen ein weiteres Konzert in Berlin. So ist der RIAS Kammerchor Berlin mit Chefdirigent Justin Doyle am Donnerstag, 15. Oktober 2020, 20 Uhr in der St. Marienkirche am Alexanderplatz mit dem a cappella-Programm Vom Klang beflügelt erneut in voller Besetzung zu hören. Der Vorverkauf startet für Sie morgen, 9. Oktober.
 
Freuen Sie sich außerdem auf unsere Messiah-Doppel-CD, die ab dem 16. Oktober 2020 im Handel verfügbar ist. Justin Doyle und der RIAS Kammerchor Berlin haben Georg Friedrich Händels Meisterwerk kurz nach dem ausverkauften Neujahrskonzert in der Berliner Philharmonie zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin eingespielt. Wir wünschen Ihnen viel Hörvergnügen!
 
Gesundheit und Freude wünscht Ihnen
Ihr RIAS Kammerchor Berlin
 
DO 15. Oktober 2020
   
Vom Klang beflügelt
 
Martin | Mendelssohn Bartholdy | Stanford
SA 28. November 2020
   
Spiel der Nordlichter
 
Buene | Grieg | Lidholm
15. Oktober | Vom Klang beflügelt
Aufgrund der aktuell vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen den Sänger*innen mussten wir eine für Oktober geplante CD-Einspielung verschieben. Also disponierte Chefdirigent Justin Doyle kurzerhand um. Mit dem RIAS Kammerchor Berlin studiert er nun Frank Martins Messe für Doppelchor ein. Am Donnerstag, den 15. Oktober 2020, 20.00 Uhr wird sie in der St. Marienkirche am Alexanderplatz zu hören sein. Umrahmt wird sie von Charles Villiers Stanfords Drei Motetten und Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy.
 
„Ich betrachte sie als eine Sache zwischen Gott und mir“, sagte Frank Martin (1890–1974) über seine Messe. Vierzig Jahre lang hielt er das Werk unter Verschluss, ehe es 1963 erstmals öffentlich aufgeführt wurde. Die Messe für Doppelchor gilt heute als eine der herausragenden liturgischen Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Sie vereint scheinbar unvereinbare Gegensätze: Vitalität und Demut, Einfachheit und Opulenz, Glaube und Zweifel.
 
Der Vorverkauf beginnt am 9. Oktober 2020.
 
DO | 15. Oktober 2020 | 20.00 Uhr
Tickets | EUR 30
 
Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 20.03 Uhr in „Konzert“ gesendet.
 
 
(c) M23
Erstmals komplett von uns eingespielt: Messiah
(c) Pentatone
Justin Doyle über das Werk:
 
Messiah ist ein wunderschönes musikalisches Gesamtkunstwerk von ausgefeilter Struktur. Das ist für mich umso beeindruckender, als Händel sein Meisterwerk in nur drei Wochen komponiert hat. Obwohl ich das Stück bereits viele Male aufgeführt habe, entdecke und interpretiere ich es jedes Mal neu. Der RIAS Kammerchor vermag den feierlichen Klang des Messiah hervorragend auszugestalten. Als Dirigent ist mir besonders wichtig, die Stärken eines jeden zur Geltung zu bringen. So ist diese CD das Ergebnis einer großartigen Zusammenarbeit aller Beteiligten.“
(c) RIAS Kammerchor Berlin
Georg Friedrich Händel: Messiah
 
Julia Doyle Sopran
Tim Mead Countertenor
Thomas Hobbs Tenor
Roderick Williams Bass
 
RIAS Kammerchor Berlin
Akademie für Alte Musik Berlin
Justin Doyle Dirigent
 
Die Doppel-CD erscheint bei Pentatone und ist ab dem 16. Oktober im Handel erhältlich oder als digitale Ausgabe.
 
Hörproben finden Sie auf der Webseite von Pentatone.
 
 
Chorrenaissance - wie ein Phönix...
Nach einem halben Jahr ohne Auftrittsmöglichkeit stand der RIAS Kammerchor Berlin am 16. September in der Berliner Philharmonie endlich wieder in voller Größe auf der Bühne.

Unter dem Titel Chorrenaissance – wie ein Phönix… empfand der RIAS Kammerchor Berlin unter der Leitung von Chefdirigent Justin Doyle im Rahmen des Musikfest Berlin die Entwicklung des Chorgesanges vom einstimmigen Hymnus bis zur 16-stimmigen polyphonen Blüte nach. Zu hören waren u. a. Werke von Johann Bach, Antonio Caldara und John Sheppard.
 
Ob der Chor auftreten können würde, war bis kurz vor dem Konzert noch ungewiss: Der Abstand zwischen den Sänger*innen erhöhte sich kurzfristig auf drei statt der bisher vorgeschriebenen zwei Meter. Mit Glück passte der Chor vollständig auf die Bühne. „Wir haben aber stets versucht das Positive in der Situation zu sehen, statt zu verzweifeln“, berichtete Justin Doyle nach dem Konzert. „Die großen Abstände zueinander waren eine neue Erfahrung für alle – und das nicht nur in negativer Hinsicht. Ein Sänger, der in der Mitte der Bühne stand, empfand es beispielsweise als beglückend, sich selbst deutlicher zu hören, aber auch die anderen Stimmen klar wahrnehmen zu können. Ganz anders war die Erfahrung für Sänger*innen am Rand der Bühne: sie hatten große Schwierigkeiten die anderen zu hören, weshalb der Blickkontakt zu mir umso wichtiger wurde.“
 
Publikum und Presse waren gleichermaßen begeistert von der Wiederauferstehung des Chorgesangs. Clemens Haustein schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, man habe „offenen Mundes vor der klanglichen Fülle“ gestanden, „die der Chor unter diesen Umständen entwickelt. Wie eingebettet fühlt man sich in einen Chorklang, der nicht auf eine zentrierte Quelle zurückzuführen ist, sondern eher wie in einer Kathedrale von der Decke herabzuschweben scheint.“ Andreas Göbel befand im rbb kultur: „Pathetischer, erhabener hätte man die Auferstehung des Chorgesangs in Berlin nicht feiern können.“
 
Das Konzert wurde von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten und ist auf der Webseite des Senders oder über die Dlf Audiothek-App weiterhin abrufbar.
Nachtvögel soll man ziehen lassen
Unser erstes ForumKonzert der Saison konnte durch eine Aufspaltung auf zwei Konzerte am selben Tag unter den aktuellen Hygienebedingungen stattfinden.
 
Mezzosopranistin Sibylla Maria Löbbert und Pianistin Yvonne Gesler nahmen das Publikum im „Von Greifswald“, einem ehemaligen Güterbahnhof, mit auf eine musikalische Reise durch das Nachtleben. Präsentiert wurden u. a. Lieder von Schubert, Wolf und Debussy. Aber auch zeitgenössische Liedkompositionen von Andreas J. Winkler waren zu hören. Neben ihm war auch die Autorin Sabine Bergk anwesend, die die Texte für drei der Lieder geschrieben hat, darunter Uraufführungen. Das Publikum und der Freundeskreis spendeten herzlichen Beifall.
 
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
 
rias-kammerchor.de
 
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