Newsletter März 2022

RIAS Kammerchor Berlin | Newsletter März
Newsletter März 2022 
Header Logo
(c) M23
Newsletter März
Sehr geehrte Damen und Herren,
in diesen Tagen nicht an der Weltlage zu verzweifeln, ist schwer. Wir wollen mit unserer Musik gerade jetzt Trost spenden und – wie auch am vergangenen Freitag in der Dorfkirche Alt-Tempelhof – an den Frieden appellieren. Das Wolfgang Rihm gewidmete ForumKonzert haben wir aus aktuellem Anlass mit einem Aufruf zum Frieden und dem Ende der russischen Aggressionen verbunden. Lesen Sie weiter unten, warum wir uns dieses Mal besonders bei unserem Publikum bedanken.
 
Statt die Unterschiede zwischen den Völkern hervorzuheben, betonen wir die Gemeinsamkeiten: Justin Doyle präsentiert am letzten Tag dieses Monats ein „Mosaik der Kulturen“ im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin und verspricht: „Der Abend ist eine Entdeckungsreise. Mit dem Programm will ich einen Schmelztiegel der abrahamitischen Kulturen schaffen: Judaismus, Islam und Christentum. Der Abend soll zeigen: Alle haben dieselben Wurzeln.“ Zu hören sind u. a. Werke der jüdischen Sephardim, Hildegard von Bingens einstimmiges Meisterwerk O Virtus Sapientiae und Franz Schuberts Gesang der Geister über den Wassern. Den Höhepunkt bildet die Uraufführung von Jüri Reinveres Die Vertreibung des Ismael. Lassen Sie sich diesen kraftvollen und vielfältigen Abend mit uns und dem meisterhaften Ensemble Resonanz nicht entgehen!
 
Warum Sie diesen Freitag Abend unbedingt das Radio anstellen sollten, lesen Sie an zweiter Stelle dieser Ausgabe.
 
Es grüßt Sie herzlich
Ihr trotz allem an das Gute glaubender RIAS Kammerchor Berlin
 
„Wir haben alle die selben Wurzeln“ – Der Klang dreier Weltreligionen an einem Abend!
(c) Kaupo Kikkas
Jüri Reinvere hat das alttestamentliche Eifersuchtsdrama um den jungen Ismael für Chor und Orchester vertont.
Foto: Kaupo Kikkas.
Kennen Sie die Geschichte von der Vertreibung des jungen Ismael und seiner Mutter durch Abraham? Diese Erzählung aus dem Buch Genesis des Alten Testaments markiert einen Scheideweg der abrahamitischen Religionen: Judentum und Christentum entwickelten sich in die eine, der Islam in die andere Richtung – und dennoch haben alle drei Religionen dieselben Wurzeln.
 
Erleben Sie am Donnerstag, 31. März, im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin ein alttestamentliches Eifersuchtsdrama von chorischer und orchestraler Kraft. Der estnische Komponist Jüri Reinvere hat die Bibelgeschichte für Chor und Orchester neu und wirkmächtig vertont.
Chefdirigent Justin Doyle präsentiert zusammen mit uns und dem exzellenten Ensemble Resonanz aus Hamburg die Uraufführung von Die Vertreibung des Ismael. Die tragenden Soli des Abends übernehmen die RIAS Kammerchor Sängerinnen Anja Petersen (Sopran, Hagar), Hildegard Rützel (Alt, Ismael) und Mi-Young Kim (Sopran, Sara).
Vielleicht hatten Sie damals Karten und haben es selbst miterlebt: Ursprünglich hätte das Konzert vor zwei Jahren am 20. März 2020 stattfinden sollen, doch durch den ersten Corona-Lockdown mussten die Proben damals kurz vor dem Ende abgebrochen werden. Umso mehr freuen wir uns, dass es jetzt klappt!
 
Freuen Sie sich in der ersten Konzerthälfte außerdem auf Musik des Mittelalters, der Frührenaissance und des 19. Jahrhunderts, die die thematischen und weltanschaulichen Wurzeln der Uraufführung spiegelt. Zu hören sind u. a. Hildegard von Bingens Antiphon O Virtus Sapientiae, Franz Schuberts Gesang der Geister über den Wassern und zwei Lieder der jüdischen Sephardim: Cuando el rey Nimrod und Morenica. Der in Berlin lebende israelische Dirigent und Komponist Ohad Stolarz hat sie für gemischten Chor arrangiert.
 
 
Tickets Mosaik der Kulturen | 28–45 Euro | 3G (Genesung/Impfung/negativer Testbescheid)
E-Mail an den Besucherservice tickets@rias-kammerchor.de oder (030) 20 29 87 25
Zum Onlineshop
Zum Programmheft
Zum Trailer
Link zum Trailer
Hörtipp: Justin Doyle auf rbb kultur
Was sind Justin Doyles Lieblingswerke? Welche unserer Konzerte der letzten Monate haben es unserem Chefdirigenten besonders angetan? Und warum gibt es für ihn keine erhebendere Musik als die von Georg Friedrich Händel? Erfahren Sie all das und mehr am Freitag, 25. März, ab 20.00 Uhr im Radio auf rbb kultur. Zwei Stunden lang spricht Justin Doyle mit Clemens Goldberg über seine Leidenschaft, das Chordirigieren.
 
Verpassen Sie nicht dieses wunderbare Gespräch über ein Leben für den Chorgesang!
 
Klicken Sie hier, um das Gespräch auf der Seite des rbb kultur zu hören.
 
(c) Matthias Heyde
Foto: Matthias Heyde
Uraufführungen von Wolfgang Rihm erklangen in der Dorfkirche Alt-Tempelhof
Vergangenen Freitag präsentierte Ralf Sochaczwesky – sein Konzertdebüt bei uns! – in der mittelalterlichen Dorfkirche Alt-Tempelhof vier Uraufführungen von Passionswerken von Wolfgang Rihm. Der Ausnahmekomponist feierte am 13. März seinen 70. Geburtstag. Chordirektor Bernhard Heß hatte im Vorlass Rihms, den die Paul Sacher Stiftung in Basel verwahrt, mehrere Werke aus der frühesten Schaffensphase gefunden, die noch nie zuvor aufgeführt worden waren. Nun war es inmitten des schönen Tempelhofer Parks so weit:
(c) Jessica Bladt
(c) Jessica Bladt
Werke von anmutiger Schlichtheit wie Ecce lignum crucis erklangen neben den expressionistischen Vier Motetten auf Texte des Alten Testaments. Da das Konzert um 20.00 Uhr seit Monaten ausverkauft war, haben wir das Programm in einem zweiten Termin um 18.00 Uhr ein weiteres mal präsentiert. Neben unseren Sänger*innen Viktoria Wilson (Sopran), Waltraud Heinrich (Alt), Joachim Buhrmann (Tenor) und Johannes Schendel (Bass) waren auch unsere Studiosänger*innen Carmes Callejas (Sopran), Dominika Kościelniak (Mezzosopran) und Thaddäus Böhm (Tenor) zu hören. Jörg Gottschick (Bass) danken wir dafür, dass er kurzfristig für den erkrankten Bass-Studiosänger einsprang.
Aus aktuellem Anlass wurde das Programm um Texte über Krieg und Frieden ergänzt. Johannes Schendel las Gedichte von Andreas Gryphius, Boris Pasternak, Georg Trakl und Paul Celan. Von Herzen danken wollen wir allen, die am Ausgang unserem Spendenaufruf für die Opfer des Angriffskrieges gefolgt sind. So konnten wir insgesamt knapp 1100 Euro an die Nothilfe Ukraine der Aktion Deutschland Hilft überweisen.
 
Nachzuhören ist unser Passionskonzert auf der Webseite von Deutschlandfunk Kultur, der live übertrug, sowie in der Dlf-Audiothek-App. Verpassen Sie auch nicht das Interview mit Bernhard Heß und das Gespräch mit unseren Studiosänger*innen im Anschluss!
(c) Jessica Bladt
 
Vorschau Johannes-Passion
Am Freitag, 15. April, 18.30 Uhr findet unser nächstes Tourneekonzert im Konzertsaal des KKL Luzern gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel statt. Dort erklingt unter Christoph Prégardiens Dirigat – er übernimmt darüber hinaus auch die Partie des Evangelisten – Johann Sebastian Bachs musikalische Auseinandersetzung mit der Leidensgeschichte Jesu in Form seiner Johannes-Passion. Am Samstag, 16. April, 19.00 Uhr findet eine zweite Aufführung des 1724 uraufgeführten Werks im Stadtkino Basel statt.
M23
Zu den Tickets für Luzern
 
Zu den Tickets für Basel
Der RIAS Kammerchor im Radio
SA 26. März 2022
06.00 Uhr

   
Idomeneo
Mozart: Intermezzo, Marcia und Coro aus dem 1. Akt
 
 
 
hr2 kultur
SO 03. April 2022
20.00 Uhr

   
rbbKultur Radiokonzert
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur
 
 
 
rbb kultur
MO 04. April 2022
09.05 Uhr

   
Klassik Forum
Gluck: Ausschnitt aus "Orfeo ed Euridice"
 
 
 
WDR 3
 
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
 
rias-kammerchor.de
 
Impressum
Facebook
Twitter
YouTube
Instagram