Newsletter Februar 2020

RIAS Kammerchor Berlin - Newsletter Februar
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Newsletter Februar 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
zwölf Sänger*innen unseres Chores bringen am kommenden Donnerstag, den 6.  Februar, um 19.00 Uhr im Rahmen eines Benefizkonzerts ein einzigartiges Programm in die Apostel-Paulus-Kirche in Berlin-Schöneberg.
 
Unter der Leitung von Joachim Buhrmann mit Begleitung von Thomas Noll an der Orgel treffen, ganz im Sinne des Titels „Askese und Überschwang“, Vokal- und Orgelstücke des zeitgenössischen Komponisten Arvo Pärt auf Choräle und Orgelwerke des barocken Meisters Johann Sebastian Bach. Der Eintritt ist frei, es werden Spenden für die Vereinigte Aktion für Rumänien e. V.  gesammelt, die sich für langfristige soziale Projekte für bedürftige Menschen im rumänischen Klausenburg und Umgebung engagiert.
 
Darüber hinaus sind unsere Sänger*innen im weiteren Verlauf des Februars beim Rundfunk-Sinfonie Orchester Berlin und bei den Bochumer Symphonikern im Anneliese Brost Musikforum Ruhr zu Gast. Lesen Sie mehr darüber weiter unten!
 
Herzlichst
Ihr RIAS Kammerchor
 
 
 
28.-31. Januar 2020
   
Rückblick: Dirigierkurs mit Justin Doyle
 
RIAS Kammerchor, Stipendiat*innen des Dirigentenforums
 
 
 
16. Februar 2020
   
Schumann in der Philharmonie Berlin
 
RSB, Kinderchor des Händel-Gymnasiums,
John Storgårds
 
 
 
20.-22. Februar 2020
   
Mozarts
„Große Messe“
in c-Moll
 
Bochumer Symphoniker, Steven Sloane, Anneliese Brost Musikforum Ruhr
 
 
 
Neuigkeiten
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
Szenen aus Goethes Faust 
 
Schumanns Szenen aus Goethes Faust, die bis in die 1970er Jahre ein Schattendasein im Konzertbetrieb fristeten, bekamen im Zuge einiger renommierter Einspielungen – unter anderem von Benjamin Britten, Pierre Boulez und Philippe Herreweghe – endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
 
Weder lässt sich das Werk als simple Wort-Ton-Beziehung, wie im Lied, noch als nacherzählendes Orchesterwerk im Sinne einer Sinfonischen Dichtung bezeichnen. Auch keine oratorisch-reflektierende, verallgemeinernde menschheitsermahnende Oper kam bei Schumanns Versuch heraus, Goethes Opus ultimum musikalisch-intellektuell zu erfassen. Vielmehr erwartet die Zuhörer*innen eine Melange aus alledem: ein Werk voller exaltierter Dramatik, bisweilen grotesker Komik (Lemurenchor), schwelgerischer Melodik und farbenfroher Klangsinnlichkeit. Die als Schumanns größte Leistung im Bereich der dramatischen Musik angesehenen Szenen aus Goethes Faust bekam der Meister selbst zu seinen Lebzeiten nie vollständig aufgeführt zu Ohren. Die erste Komplettaufführung erfolgte – einschließlich Ouvertüre – am 14. Januar 1862 im Kölner Gürzenich-Saal unter dem Dirigat von Ferdinand Hiller.
 
Am 16.  Februar um 16. 00 Uhr konzertieren unsere Sänger*innen in der Philharmonie Berlin gemeinsam mit dem Kinderchor des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin, namhaften Solist*innen und dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin. Es dirigiert John Storgårds.
 
Wir haben an dieser Stelle eine Überraschung für Sie: Als Abonnent*in unseres Newsletters bieten wir Ihnen für das Konzert am 16. Februar einen Rabatt von 50% auf die Tickets der Preiskategorie I-IV an. Geben Sie dafür beim Kauf Ihres Ticktes über unseren Besucherservice (per Telefon, per E-Mail und vor Ort) das Stichwort "Faust" an. Wir freuen uns auf Sie!
 
 
 
Nachwuchsdirigent*innen beim RIAS Kammerchor
  
 
Drei Stipendiat*innen des Dirigentenforums hatten vom 28. bis zum 31. Januar die Gelegenheit, unter der Leitung von Justin Doyle intensiv mit unserem Chor zu arbeiten.
 
Justus Barleben, Julia Selina Blank und Franziska Kuba studierten im Zuge des Workshops Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ernst Krenek und Michael Tippett ein.
 
Der Dirigierkurs mündete am vergangenen Freitag in einem Werkstattkonzert in der Berliner Philippus-Kirche. Die drei jungen Nachwuchsdirigent*innen erfuhren erst am Vorabend, welche der gemeinsam einstudierten Stücke sie dirigieren würden.
 
„Viele Elemente im Beruf eines Dirigenten können ausschließlich durch Erfahrungen erlernt werden. Daher war es eine großartige Gelegenheit für diese drei Kandidat*innen, vor dem RIAS Kammerchor Berlin zu stehen und zu entdecken, was funktioniert – und was nicht. Während des Workshops hatten wir die Möglichkeit zu erforschen, wie Kompositionen verschiedener Stile und Bekanntheit erarbeitet werden. Die Drei Psalmen von Mendelssohn waren dem Chor bereits bekannt und in deutscher Sprache. Die Spirituals von Tippett hingegen brauchten eine ganz andere stilistische Herangehensweise. Die Arbeit am Krenek bot schließlich die Chance, herauszufinden, wie man vom ersten Moment an komplexe Musik gemeinsam erarbeitet und versteht. Insgesamt waren die Kandidat*innen, die alle drei sehr musikalisch sind, äußerst gut vorbereitet. Und sie konnten in den vergangenen Tagen frei experimentieren, während sie von allen Sänger*innen vollkommen unterstützt wurden“, so Justin Doyle über den Workshop.
 
 
 
Der RIAS Kammerchor zu Gast in Bochum
  
 
Vom 20.  bis zum 22.  Februar sind unsere Sänger*innen zu Gast beim Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum. Gemeinsam mit Steven Sloane und seinen Bochumer Symphonikern stehen die Große Messe von Mozart sowie zwei Psalmen von Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm.
 
Mozarts Messe in c-Moll gilt als eine der herausragenden Messvertonungen der Musikgeschichte, obgleich sie unvollendet ist. Mozart begann diese monumentale Komposition im Sommer 1782 in Wien vermutlich ohne Auftrag. Im August desselben Jahres heiratete er Constanze, und aus Briefen geht hervor, dass Mozart „in seinem Herzen versprochen [habe], wenn er sie als seine Frau nach Salzburg brächte, dort eine neukomponierte Messe zur Aufführung zu bringen.“ Er begann daraufhin mit der Komposition dieser Messe, die er im Oktober 1783 in der Salzburger Peterskirche mit seiner Frau uraufführen wollte. Nachweise von dieser Aufführung gibt es allerdings nicht. Warum er das Werk nicht fertiggestellt hat, ist ebenfalls nicht abschließend belegt, jedoch wird ein Zusammenhang mit der Kirchenmusikreform Kaiser Josephs II. und seinem Verbot ausufernder Kirchenmusik vermutet. Als ein weiterer möglicher Grund wird der Verlust des ersten gemeinsamen Kindes, Raimund Leopold, genannt.
 
Neben dieser Messvertonung werden die beiden Psalmen Wie der Hirsch schreit (Psalm 42, op. 42) sowie Warum toben die Heiden (Psalm 2 op. 78, 1 aus: Drei Psalmen) zu hören sein. Mit von der Partie sind die Solist*innen Alexandra Flood, Johanna Winkel, Sebastian Kolhepp und André Morsch.
 
 
 
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
 
rias-kammerchor. de
 
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