Newsletter Dezember 2019

RIAS Kammerchor Berlin - Newsletter Dezember
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Newsletter Dezember 2019
Sehr geehrte Frau Mustermann,
 
nun ist sie schon da, die besinnliche und mitunter etwas hektische Adventszeit, die unseren Sänger*innen viel Abwechslung bietet.
 
Am heutigen Sonntag ist unser Chor mit Bachschen Kantaten im Kulturzentrum De Oosterpoort in Groningen zu Gast. Mitte des Monats führt uns unser zweites ForumKonzert dieser Saison mit Schuberts Winterreise nach Spandau. Und am 1. Januar steht wieder unser traditionelles Neujahrskonzert in der Philharmonie Berlin auf dem Programm mit feierlicher Musik Händels.
 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen bis dahin eine frohe Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
 
Herzlichst
Ihr RIAS Kammerchor
 
 
 
5. Dezember 2019
   
Musik für die Himmelsburg
 
RIAS Kammerchor, AKAMUS, Justin Doyle
 
 
 
13. Dezember 2019
   
Zweites ForumKonzert
 
Zitadelle Spandau,
Gotischer Saal
 
 
 
1. Januar 2020
   
Neujahrskonzert:
Messiah
 
RIAS Kammerchor, AKAMUS, Justin Doyle
 
 
 
Neuigkeiten
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
Schuberts Winterreise 
 
Als einen „Zyklus schauerlicher Lieder“ bezeichnet Franz Schubert 1827 die ersten 12 Stationen seiner Winterreise. Und er glaubt sich mit diesen bereits am Ende. Erst später entdeckt er in Wilhelm Müllers Band „Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten“ die vollständigen Texte und ergänzt die erste Abteilung um weitere 12 Gesänge. Dabei folgt die Winterreise keiner stringenten Handlung. Uns begegnen 24 psychische Momentaufnahmen, subjektive Bilder und aneinandergereihte Assoziationen einer reisenden Person, die die Worte Müllers in sprechende Klänge übersetzen und die Grenzen zwischen Erinnerung, Realität und Traum verwischen – immer im Pendel aus Angst, Einsamkeit, Schmerz, Liebe, Träumen und Hoffnung.
 
Bis heute gilt die Winterreise als Fixstern in Schuberts Schaffen und Höhepunkt des Liedes. Unzählig wurde sie von Frauen wie Männern gleichermaßen gesungen, choreografiert, verfilmt, verfremdet, weitergedacht, und sie hat dabei eines nie verloren: ihren Zauber einer klaren Unklarheit. Und vielleicht gilt es, eben diesen zu bewahren. Herzliche Einladung in die Zitadelle Spandau am 13. Dezember um 20 Uhr. Mit Waltraud Heinrich (Alt) und Ursula Meyer (Klavier).
 
 
 
Musik für die Himmelsburg
  
 
Die Musik Johann Sebastian Bachs gehört für viele Menschen seit jeher zur Weihnachtszeit. Passend dazu stimmten der RIAS Kammerchor Berlin und die Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Justin Doyle am vergangenen Donnerstag mit Kantaten zu Advent und Weihnachten auf die besinnliche Zeit ein.
 
Als „Himmelsburg“ wurde die Hofkapelle im Weimarer Stadtschloss bezeichnet. Dort war Johann Sebastian Bach ab 1708 für ein knappes Jahrzehnt zunächst als Kammermusiker, dann als Hoforganist und schließlich als Konzertmeister tätig. Bach stand als Konzertmeister in der Pflicht, monatlich eine geistliche Kantate für den herzoglichen Gottesdienst zu komponieren. Aus dieser Zeit sind rund 20 Kantaten erhalten geblieben, von denen vier zu hören waren.
 
Vor vollem Haus wurden Herz und Mund und Tat und Leben (Kantate zum 4. Adventssonntag, BWV 147a), Nun komm, der Heiden Heiland (Kantate zum 1. Adventssonntag, BWV 61), Wachet! betet! betet! wachet! (Kantate zum 2. Adventssonntag, BWV 70a) sowie Bachs älteste erhaltene Weihnachtskantate Christen, ätzet diesen Tag (Kantate zum 1. Weihnachtstag, BWV 63) dargeboten.
 
Mit von der Partie waren die renommierten Solist*innen Katherine Manley (Sopran), Ingeborg Danz (Alt), Patrick Grahl (Tenor) und Roderick Williams (Bass).
 
Übrigens: Das Konzert wurde von rbbKultur mitgeschnitten und wird am 15. Dezember ab 20.04 Uhr ausgestrahlt.
 
 
 
Neujahrskonzert
  
 
Georg Friedrich Händels Messiah sorgte bei seiner Uraufführung 1742 in der restlos überfüllten New Musick Hall in Dublin für Furore. Dass man mit dem Messiah die Geburtsstunde eines der berühmtesten Stücke der gesamten Musikgeschichte erlebt hatte, war am Ende der feudalen Schlussfuge vielleicht nicht jedem klar. Gleichwohl hatte The Dublin News-Letter schon über die öffentliche Probe verlauten lassen, das Werk übertreffe alles bislang Gehörte bei Weitem und dürfe dem Genre „vornehmer Unterhaltung“ zugerechnet werden. Das dreiteilige Oratorium schildert den Lebensweg des „Gesalbten“ und reiht dabei eine beachtliche Anzahl barocker „Superhits“ aneinander – einschließlich des weltberühmten Hallelujah-Chors.
 
Bald jedoch sollte der Messiah zu einer mit viel Pathos und martialischen Chorregimentern hemmungslos vermarkteten Institution verkommen, in der Händels intime Gedanken über das christliche Weihnachts- und Ostergeschehen rettungslos verloren schienen. Viele Jahre nach der Uraufführung erhielt das berühmte Oratorium jedoch einen Sinneswandel und eine interpretatorische Neuorientierung.
 
Umso hörenswerter ist deshalb die Version des RIAS Kammerchors Berlin, der unter der Leitung seines Chefdirigenten Justin Doyle und begleitet von der Akademie für Alte Musik Berlin zum Neujahrsabend eine stilistisch gewissenhafte und feinsinnige Interpretation verspricht, die zugleich vor Vitalität und Esprit sprühen wird.
 
 
 
RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
 
rias-kammerchor. de
 
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