Justin Doyle präsentiert seine vierte Konzertsaison mit dem RIAS Kammerchor Berlin

PM | RIAS Kammerchor Berlin - Saison 2020–21
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© Djuno Tomsni
Die Saison 2020–21 des RIAS Kammerchors Berlin
„Die Corona-Pandemie hat das gesamte Leben und somit auch unsere Arbeit in bislang nicht vorstellbarer Weise durcheinandergewirbelt. Und doch präsentieren wir unser neues Programm voll Zuversicht und Hoffnung, dass wir uns mit Beginn der neuen Saison wieder ein Stück weiter in Richtung Normalität werden bewegen können. Unsere Sänger*innen brennen darauf und auch von unserem Publikum hören wir, wie wichtig ihm doch live-Konzerterlebnisse sind, die durch keinen Podcast und kein YouTube-Video zu ersetzen sind. Und sollte das Virus uns bei dem ein oder anderen Vorhaben auszubremsen versuchen, trotzen wir ihm entschlossen mit einem attraktiven Plan B.“
– Chordirektor Bernhard Heß
 
 
Saison für Saison steht der RIAS Kammerchor mit seinen abwechslungsreichen Konzertprogrammen für Vielfalt und Weltoffenheit. Auch in der Saison 2020—21, die besonders mit der anhaltenden Corona-Pandemie in einer Zeit der Unklarheit startet, stellt das Ensemble den Erhalt und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes in den Mittelpunkt seines Schaffens. Damit plädiert der Klangkörper für ein tolerantes, harmonisches und lebenswertes Miteinander.
 
So bestimmen abwechslungsreiche Programme, neue Konzertformate, mehrere Premieren, Werke verschiedenster Epochen und Kulturen sowie Tourneen quer durch Deutschland und Europa den Konzertkalender der neuen Saison.
 
 
„In dieser Zeit großer Ungewissheit ist es sehr seltsam, hier in England, so weit weg von meinen wundervollen Berliner Sänger*innen zu sein. Wir alle sind natürlich weiterhin musikalisch aktiv. Ob mit der Bearbeitung von Werken und Recherchen, oder mit Video-Projekten wie unserer ‚Made in Isolation’-Serie. Ja, alle Chöre, Orchester und Ensembles befinden sich in derselben Lage und versuchen, die Kunst mit Unterstützung unserer großartigen technischen Möglichkeiten „neu zu erfinden“. Aber den Kern unserer Arbeit bilden die beteiligten Menschen, und es erstaunt mich immer wieder, was für ein großes Glück ich habe, so eng verbundene, herzliche und liebeswürdige Kolleg*innen mit den Sänger*innen des RIAS Kammerchors zu haben. Sie alle sind sehr besondere Menschen, und ich kann es nicht erwarten, mit Ihnen wieder persönlich zu musizieren.“
– Chefdirigent Justin Doyle
 
 
Die Saison 2020—21 in Zahlen
 
36 Konzerte
18 Programme
20 Tournee-Konzerte in 5 Ländern
24 Konzerte unter der Leitung von Chefdirigent Justin Doyle
6 Abo-Konzerte in Berlin
4 ForumKonzerte in Berlin
3 Gastspiele in Berlin
1 Konzert zum Abschluss der Chorpatenschaft in Berlin
1 Abschlusskonzert „Deutscher Chordirigentenpreis“
1 Werkstattkonzert mit Studierenden der HfM Hanns Eisler
 
 
„Nach den vielen trennenden Momenten dieser besonderen Zeit ist es für mich eine ganz tiefe Freude, wieder mit den Kollegen zu Proben zusammenkommen zu können. Diese lange unfreiwillige Pause zeigt mir einerseits ganz deutlich, wie sehr mir meine Arbeit fehlt, wenn ich sie nicht ausüben kann. Andererseits tritt für mich durch die Zäsur besonders klar zutage, über wieviel gemeinsame klangliche und gestalterische Erfahrung wir Chorsänger verfügen, die uns erstaunlich schnell wieder in unseren ganz spezifischen RIAS-Klang finden lässt. Es macht mich glücklich, endlich die herrlichen Stimmen der Kolleg*innen wieder ‚live’ hören zu können und meine eigene Stimme in den Gesamtklang hinein flechten zu dürfen.“
– Anja Petersen, Sopran
 
 
Fragen zum Vorverkauf der Berliner Abonnements des RIAS Kammerchors Berlin und zum Einzelkartenverkauf richten Sie bitte an den Besucherservice unter +49 (30) 20 29 87 25 oder tickets@rias-kammerchor.de.
 
Chefdirigent Justin Doyle und Chordirektor Bernhard Heß stehen gerne für Einzelinterviews zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Anfrage an presse@rias-kammerchor.de.
 
 
 
Pressefotos Saison 2020-21
Chefdirigent Justin Doyle
 
Justin Doyle Saison 2020-21
© Matthias Heyde

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RIAS Kammerchor Berlin
 
RIAS Kammerchor Saison 2020-21
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RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
Made in Isolation  
 
Am 31. März 2020 startete der RIAS Kammerchor mit einem ersten Video, produziert bei unseren Sänger*innen zu Hause, in dieses neue Format, das den Corona-Beschränkungen geschuldet war. Heute, fast genau neun Wochen und zahlreiche weitere Videos später, präsentieren wir Ihnen hier den Johannes Ockeghem zugeschriebenen 36-stimmigen Kanon Deo gratia, zu dem wir alle Sänger*innen nacheinander in die St. Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte eingeladen haben. Gern möchten wir mit diesem kleinen Film Ihre Vorfreude auf ein persönliches Wiedersehen mit dem Chor in einem „richtigen“ Konzert befeuern.
 
 
Pressemappe 2020–21
 
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Saisonbroschüre 2020-21
 
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RIAS Kammerchor Saison 2017-18 (c) Matthias Heyde
Abo-Konzerte 
 
Der RIAS Kammerchor Berlin beginnt seine Berliner Spielzeit gemeinsam mit seinem Chefdirigenten Justin Doyle und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit Chaos und Ordnung. Mit einem sorgfältig durchdachten Programm rund um Jean Paul, Haydn, Cherubini und Rihm wird am 16. September 2020 um 20.00 Uhr im Großen Saal der Philharmonie des Jubilars Beethoven gedacht.
 
Am 28. November 2020 um 20.00 Uhr debütiert die international gefeierte norwegische Dirigentin Grete Pedersen beim RIAS Kammerchor Berlin. Für das Konzert in der Sophienkirche Berlin bringt sie, passend zum Titel Spiel der Nordlichter, ein rein skandinavisches Programm mit, das von Edvard Grieg bis zu zeitgenössischen skandinavischen Komponisten wie Eivind Buene oder Bo Holten reicht.
 
Händel bleibt in dieser Spielzeit ein wichtiger Begleiter im Repertoire des RIAS Kammerchors. Mit dem Oratorium Judas Maccabaeus lädt Justin Doyle zum traditionellen Neujahrskonzert des Ensembles am 1. Januar 2021 um 20.00 Uhr in den Großen Saal der Philharmonie Berlin ein. Neben dem Chor sind die Akademie für Alte Musik Berlin sowie renommierte Solist*innen zu hören.
 
Unter dem Titel Märchenbilder wird die Reihe größerer Auftragswerke weiter fortgeführt. So wurde der Berliner Komponist Frank Schwemmer mit einem Werk beauftragt, das am 19. März 2021 um 20.00 Uhr im Kammermusiksaal uraufgeführt wird. Für den RIAS Kammerchor komponiert er Das Mädchen ohne Hände, in dem Motive aus dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Texten aus Des Knaben Wunderhorn und Gedichten von Elisabeth Borchers und Marie Luise Kaschnitz verflochten werden. Begleitet wird der RIAS Kammerchor vom Sheridan Ensemble; die Leitung hat Justin Doyle.
 
Mit Der wahrhaftige Orpheus präsentiert das Ensemble am 18. Mai 2021 um 20.00 Uhr gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik und Justin Doyle im Konzerthaus Berlin eine szenische Realisierung von Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice. Das tief berührende Drama Glucks um den Sänger Orpheus wird vom international gefeierten Regisseur Christoph von Bernuth inszeniert.
 
Zum Saisonabschluss stellt der Chor am 21. Juni 2021 um 20.00 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin schließlich den Komponisten Michael Praetorius in den Fokus. Anlässlich des 400. Todestages des Komponisten begleitet ihn der Chor gemeinsam mit der Capella de la Torre unter der Leitung Katharina Bäumls in Der Traum von Italien auf eine fiktive Reise zu seinen geschätzten italienischen Kollegen. Es dirigiert Florian Helgath.
 
 
„In der kommenden Saison freue ich mich besonders auf die für mich erste Zusammenarbeit mit Grete Pedersen, und ich bin sehr neugierig auf das RIAS-Auftragswerk ‚Das Mädchen ohne Hände’ von Frank Schwemmer, in dessen szenischem ‚Macbeth’ ich 2016 Lady Macbeth verkörpern durfte. Den Märchenstoff des ‚Mädchens ohne Hände‘ kenne ich, und ich bin wirklich sehr gespannt, wie Frank den komplexen Inhalt in Musik setzen wird. Aber auch unserem szenischen ‚Orfeo‘ mit Christoph von Bernuth und den anderen Projekten sehe ich freudig entgegen - möge alles wie geplant stattfinden können!“
– Anja Petersen, Sopran

 
 
 
„An der Ringbahn“ und „Freitag ¾ sechs“ 
 
Seit bereits 16 Jahren veranstaltet das Ensemble gemeinsam mit dem Forum der Freunde und Förderer des RIAS Kammerchors die äußerst beliebte Reihe der ForumKonzerte.
 
Bislang fanden 66 Konzerte an fast ebenso vielen, außergewöhnlichen Orten Berlins statt. Auf experimentierfreudige Art und Weise wurden und werden diese Orte auf ihre Konzerttauglichkeit geprüft: vom Kühlhaus und Anatomischen Theater über das Ökowerk Berlin im Grunewald bis hin zu einer Bauhausvilla. Darüber hinaus bieten die ForumKonzerte einen idealen Raum, um die individuellen künstlerischen Fähigkeiten der Sänger*innen solistisch oder in kleinen Gruppierungen ins Licht zu rücken – schließlich gestalten die Sänger*innen das Programm selbst.
 
Lagen die Orte in der Saison 2019—20 teilweise an der äußersten Grenze Berlins, befinden sich die ForumKonzerte in der neuen Spielzeit deutlich näher am Stadtzentrum. Unter dem Motto „An der Ringbahn“ führt die Konzertreihe Besucher*innen zum alten Güterbahnhof „Von Greifswald“, zur Berliner Stadtreinigung, ins Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz (Deutschlandradio) und in die Kuppelhalle bzw. das alte Krematorium „silent green“.
 
Darüber hinaus präsentiert der RIAS Kammerchor Berlin ein neues Konzertformat,

„Freitag ¾ sechs“. Als intimes After-Work-Konzert konzipiert, präsentieren Justin Doyle und die Herren des RIAS Kammerchors am 12. Februar 2021 zum Wochenausklang ein kontrastreiches Programm mit Werken u.a. von Francis Poulenc, Veljo Tromis und gregorianischen Liedern. In der Saison 2020—21 noch als Pilotprojekt gedacht, soll es in den folgenden Spielzeiten auf regelmäßiger Basis den Weg in den Spielplan des RIAS Kammerchors finden.

 
Tournee-Konzerte und Gastspiele 
 
Einen wesentlichen Schwerpunkt in der Tätigkeit des RIAS Kammerchors Berlin bilden Tourneen durch Deutschland und Europa. Konzertreisen bringen das Ensemble innerhalb der Bundesrepublik beispielsweise von Bremen bis München und von Essen bis Leipzig. Im europäischen Ausland wird der RIAS Kammerchor u.a. in Amsterdam, Aix-en-Provence, Paris und Luzern zu Gast sein. Darüber hinaus hat der Chor regelmäßig Gastspiele in Berlin.
 
Kurz vor Weihnachten geht es zunächst auf eine ausgedehnte Messiah-Tournee mit Justin Doyle, der Akademie für Alte Musik Berlin und hochkarätigen Solist*innen. Die Konzertreise führt u.a. nach Köln, Baden-Baden, Amsterdam und Aix-en-Provence.
 
Im Februar 2021 treffen die Damen des RIAS Kammerchors auf das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Unter der Leitung von Robin Ticciati werden u.a. eine szenische Darstellung von Hindemiths Sancta Susanna und Auszüge aus Hildegard von Bingens Ordo virtutum zu erleben sein.
 
Louis Lewandowski, deutsch-jüdischer Komponist, bildet einen Schwerpunkt im April 2021. Anlässlich seines 200. Geburtstages bringt der RIAS Kammerchor mit Kantor Isidoro Abramowicz und dem Sinfonieorchester der Stettiner Philharmonie unter Justin Doyle eine Auswahl von Psalmvertonungen zu Gehör. Mit Konzerten in Berlin und Stettin führt der RIAS Kammerchor seine enge Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde fort.
 
Gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und seinem Chefdirigenten Vladimir Jurowski präsentiert der RIAS Kammerchor Anfang Juni 2021 Werke von Strawinsky, wie beispielsweise die exzentrische Tanzkantate Les Noces oder das zwölftonartige Kurzdrama über die biblische Noah-Erzählung The Flood.
 
Die letzte Premiere der Saison wird es im Juni 2021 geben, wenn der RIAS Kammerchor erstmalig mit dem renommierten Ensemble The English Concert zusammenarbeitet. Unter der Leitung von Justin Doyle steht bei der Greifswalder Bachwoche und beim Bachfest Leipzig Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt.
 
Education 
 
Nicht zuletzt spielt die Musikvermittlung eine bedeutende Rolle beim RIAS Kammerchor Berlin. Mit verschiedenen Projekten engagiert sich das Ensemble Saison für Saison für junges Publikum und Nachwuchskünstler*innen.
 
Deutscher Chordirigentenpreis
Am 10. Oktober 2020 lädt der RIAS Kammerchor gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat zum Abschlusskonzert des Deutschen Chordirigentenpreises um 20.00 Uhr in die St. Elisabeth-Kirche ein. Drei hochtalentierte Dirigent*innen — Julia Selina Blank, Franziska Kuba und John Lidfors — haben sich für das Finale qualifiziert und werden mit dem RIAS Kammerchor einen Streifzug durch das Chorrepertoire des 16. bis 20. Jahrhunderts unternehmen. Neben dem Preisgeld, über dessen Vergabe eine hochkarätige, international besetzte Jury entscheidet, hat das Publikum die Möglichkeit, seine*n Favorit*in mit einem Publikumspreis zu küren.
 
Schulchor-Patenschaft
Jedes Jahr kann ein Schulchor Patenchor des RIAS Kammerchors werden. Beide Chöre treten im Rahmen der Patenschaft über eine gesamte Saison in einen intensiven musikalischen Austausch, der in gemeinsamen Proben und Auftritten gipfelt. In der Saison 2020—21 ist der Konzertchor der John-F.-Kennedy-Schule Berlin Patenchor des Ensembles.
 
Konzerteinführungen durch Schüler*innen
In jeder Spielzeit bekommt ein Berliner Musik-Leistungskurs die Gelegenheit, eine Einführung zu einem Abo-Konzert zu gestalten. Am 19. März 2021 werden Schüler*innen sich intensiv mit dem neuen Werk Frank Schwemmers Das Mädchen ohne Hände auseinandersetzen und das Publikum in das Werk einführen.
 
Publikumsworkshop
Chefdirigent Justin Doyle lädt alle Besucher*innen des 6. Abo-Konzerts am 21. Juni ein, sich mit ihm gemeinsam auf den Abend einzustimmen. Unter seiner Leitung wird Musik von Michael Praetorius einstudiert. Die Teilnehmenden werden gebeten, beim Kauf ihres Konzerttickets ihre Stimmlage anzugeben.
 
RIAS Kammerchor Studio
Junge Studierende sowie Absolvent*innen der Fachrichtung Gesang sind eingeladen, sich um einen Platz im RIAS Kammerchor Studio zu bewerben. Mehrere Monate lang arbeiten die Nachwuchssänger*innen in verschiedenen Projekten des Ensembles mit. Ihre Arbeit wird honoriert; darüber hinaus gibt es individuelle Vertiefungsangebote.
 
Kooperation Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Auch in der neuen Saison wird die Kooperation mit den Studierenden für Dirigieren und Gesang der "Hanns Eisler" weitergeführt und ausgebaut. Neben Hospitationen und Probenbesuchen steht erstmals ein gemeinsamer Workshop des Kammerchors der Hochschule mit dem RIAS Kammerchor auf der Agenda. Das Ergebnis dieses Workshops wird der interessierten Öffentlichkeit am 22. Januar, 18.00 Uhr in der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf präsentiert.
 
 
 
 
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