Überirdisches II – Mond

RIAS Kammerchor

Sa 30. April 2022, 20.00 Uhr

Kraftwerk Berlin

Abo-Konzert

Meredith Monk Earth seen from above Johannes Ockeghem Deo Gratia Alessandro Striggio Ecce beatam lucem Antoine Brumel Missa "Et ecce terrae motus" à 12 vocis
Sanctus
Thomas Tallis Spem in alium Anonymus Unum cole deum Alec Roth Earthrise (Deutsche Erstaufführung)
für gem. Chor zu 40 Stimmen


RIAS Kammerchor Berlin

Justin Doyle Dirigent

Das Tragen einer FFP2-Maske für die Dauer der Veranstaltungen ist verpflichtend.

Programmheft  



Alec Roths 2010 uraufgeführtes Stück Earthrise ist eine Meditation auf die Ausbeutung der Welt durch die Menschheit, auf Visionen aus dem Weltraum, ein Plädoyer für Weisheit und gegenseitiges Verständnis. Mit 8 Chören à 5 Stimmen bedient es sich dem Format von Spem in alium von Thomas Tallis. Die Motette für 40 unabhängige Stimmen ist ein Fixstern in dessen Werk. 1573 muss das Publikum bei der Uraufführung verblüfft gewesen sein, unabhängig davon, ob es die Entstehungsanekdote kannte oder nicht. Tallis soll seine Komposition als Geste des Übertrumpfens auf seinen italienischen Kollegen Alessandro Striggio geschrieben haben, der zuvor ein ähnlich monumentales Werk nach England schickte. Die 12-stimmige Missa Et ecce terrae motus des Franzosen Antoine Brumel kommt als ein Stück Zukunftsmusik daher, das die Vision einer besseren Welt entwirft. Ein Meisterwerk des Kontrapunkts, das mit dichtem Stimmengewirr, komplexer Rhythmik und schwebendem Klangbild magisch-explosive Stimmung erzeugt.

  • Mond und Erde - Ein ungleiches Paar | Einführende Diskussion mit dem Planetologen Ralf Jaumann und dem Musikwissenschaftler Bernhard Schrammek | 19.00 Uhr, Ebene 8