Leibniz Gymnasium Berlin

Der Musikleistungskurs des Leibniz Gymnasiums Berlin führte im Juni 2015 in das Konzert mit Werken von Brahms, Dusapin und Duruflé ein.

Am 6. Juni 2015 wurden vom RIAS Kammerchor, dem Münchener Kammerorchester und Solisten unter Leitung von Alexander Liebreich im Kammermusiksaal drei Werke aufgeführt: Ein neues Werk von Pascal Dusapin mit dem Titel Disputatio und das Requiem op. 9 von Maurice Duruflé. Das Programm wurde durch das Geistliche Lied op. 30 von Johannes Brahms ergänzt. Das Werk Disputatio von Pascal Dusapin entstand als Auftragswerk des RIAS Kammerchores und des Münchener Kammerorchesters.


Der Leistungskurs sammelt sich kurz vor dem Auftritt zur Einführungsveranstaltung (Foto: A. Vogeley)

Zu dieser Veranstaltung erarbeitete der Musikleistungskurs der 11. Klasse des Leibnizer Gymnasiums aus Berlin-Kreuzberg eine Konzerteinführung. Hierfür positionierten sich die Schülerinnen in gegenüberstehenden 2er-Gruppen um die Zuhörer herum, um sich dann in einem Lehrer-Schüler Dialog - einer selbst erarbeiteten Disputatio - mit den geistlichen und philosophischen Themen dieser teils sehr komplexen Musik auseinanderzusetzen.


Während des Vortrags

„Wer war Duruflé?! – „Warum komponierte er nur 14 Werke?“ – „Inwiefern bezieht er sich auf den Gregorianischen Choral“ – „Wer ist Pascal Dusapin?“ – „Was heißt eigentlich Disputatio?“ Diese und fast 50 Fragen insgesamt mit den dazugehörigen Antworten erarbeiteten die Schülerinnen in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin über einen längeren Zeitraum hinweg im Unterricht. Hier wurden die Werke intensiv gehört und analysiert, um den Kern der Kompositionen zu erfassen.

Im Unterricht haben wir uns die Stücke angehört und zusammen die wichtigsten und auffälligsten Stellen der Stücke herausgeschrieben. Anschließend hat Frau Hopfengart unsere Stichpunkte zusammengefasst oder teilweise ergänzt und uns Informationen über die Komponisten gegeben. Wir haben dann alle gemeinsam die Stichpunkte in Schülerfragen und Lehrerantworten umformuliert, wobei wir uns gegenseitig bei den Formulierungen geholfen, verbessert und ergänzt haben. (Eine teilnehmende Schülerin)

Zur besseren Erarbeitung der Werke war der Besuch der Probe des neuen Werkes von Pascal Dusapin integriert: Sehr interessant fand ich, dass wir Einblicke in die Arbeit und Vorbereitung des Chores und des Orchesters auf das Konzert bekommen konnten und gesehen haben worin die wirkliche Arbeit der Musiker besteht, da man ja sonst nur das fertige Ergebnis im Konzert zu sehen und zu hören bekommt. (Eine teilnehmende Schülerin)

Nach dem Projekt reflektierten die Schüler im Unterricht ihre Mitarbeit bei diesem Projekt: Ich konnte viele Ideen einbringen, die wir schlussendlich auch umgesetzt haben. Wichtig war mir dabei, dass wir zwar auf sachlicher Ebene informieren, jedoch kein monotoner Vortrag daraus resultiert. Stattdessen sollte die Aufmerksamkeit des Publikums, mittels sprachlicher Variation und durch mehrere Wechsel des Klangspektrums, erhalten bleiben. Diese Ideen wurden auch umgesetzt, durch die Aufstellung in Kleingruppen um das Publikum herum, Wechsel zwischen den Sprechern und durch den Einsatz von Zimbeln.

Text/ Fotos: Anke Hopfengart (Projektleitung „Schüler im Konzert“)