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Glück mit Gluck im Konzerthaus

Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 21.10.2007

"Gluck-gluck-gluck - weg war er", spaßt seit Urväterzeiten ein alter Berliner Spruch. Das Konzerthaus hat ihn jetzt umgekehrt. "Gluck-Gluck-Gluck - da ist er", kann man nun jubilieren. Mit ihrem dreiteiligen Gluck-Zyklus, begleitet von einem Symposion über Werk und Meister, haben das Konzerthaus und sein Orchester, unter Leitung Lothar Zagroseks, assistiert vom vorzüglichen Rias-Kammerchor und den Regisseuren Joachim Schlömer und Susanne Öglaend, nun zu allererst "Orfeo ed Euridice" auf durchaus appetitanregende Weise aufgeführt. "Alceste" und "Paride ed Elena" werden Anfang November folgen. Oper - außerhalb der Herkömmlichkeit. Bravo! Auf dem Podium ist das Orchester an die Seite gedrängt. Über ihm stapelt sich der Chor hoch, und selbst über der Orgelempore sind noch weitere Instrumentalisten postiert. Die rechte Seite des Podiums gehört den Sängern und einem mächtigen schwarzen Kubus, zu dem sie auf steilen Leitern hinauf klettern, überkrönt dort oben von Videospielen in leuchtenden Farben, die Lisa Böffgen erfand. Auch das Auge wird anregend beschäftigt, auch wenn die Personenführung sich eher auf landläufige inszenatorische Floskeln beschränkt. Macht nichts: die Musik allein schon trägt die unternehmungslustige Präsentation zum Siege.

 

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