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Forumkonzerte 2009/10: Winde – Klänge – Landschaften

Einklang und Widerhall – Architektur und Musik im Dialog

Der Nordost wehet, / Der liebste unter den Winden/ Mir, weil er feurigen Geist/ Und gute Fahrt verheißet den Schiffern – so beginnt Hölderlins „Andenken“ an eine Stadt, wo meerbreit ausgehet der Strom: Bordeaux ist gemeint.

Doch auch Deutschland ist reich mit prächtigen Städten an großen Flüssen und deren weit verzweigten Mündungen. Diese Flüsse teilen und gliedern das Land in die unterschiedlichsten Regionen, so wie es die Gebirge, die Hügelketten, die weiten Ebenen gebieten. Die Winde und die Wetter suchen sich da je eigene Landschaften; und unsere Sprache überzieht die Ländereien mit einer unüberhörbaren Dialektgeographie: vokalische Ton(un)fälle, dissonante Konsonanten, differente Sprachtempi und Lautstärken. Aus alledem erwuchs die ehemals lästige, heute aber viel gelobte deutsche „Kleinstaaterei“, die sich in den alten Atlanten so fabelhaft bunt ausnimmt. Womit wir schon zu der uneinholbaren kulturellen Rolle der Grafschaften, Fürstentümer, Königssitze und Kaiserpfalzen gelangt sind.

Hier wirkten neben Malern und anderen Künstlern in unterschiedlicher Weise die Hofmusiker, Hofsänger, Hofkapellen, Hofkomponisten. Und so liegt nichts näher, als heute einmal mit Vokalmusik der Vielfalt wie auch den regionalen Besonderheiten mit den Gesangssolisten des RIAS Kammerchors zu huldigen. Den Anfang macht Baden-Württemberg, insbesondere mit Donaueschingen; es folgen Schleswig-Holstein, das Saarland und schließlich Mecklenburg-Vorpommern. Schon jetzt gilt unser Dank den Vertretungen dieser Bundesländer beim Bund zu Berlin, der Heimat des Chors, wo er nun an Ort und Stelle vier Gastspiele geben darf.

 

Saison 2009/10
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Rundfunk Orchester und Chöre (gemeinnützige) GmbH Berlin