Hans-Christoph Rademann gehört inzwischen zu den gefragtsten deutschen Chordirigenten seiner Generation. Er stammt aus Schwarzenberg im Erzgebirge, wo er in einem Kantorenhaus aufwuchs.
Bereits während seines Studiums in den Fächern Chor- und Orchesterdirigieren an der Musikhochschule in Dresden gründete er den Dresdner Kammerchor, mit dem er sich bald schon einen hervorragenden Namen im In- und Ausland erarbeite. Bis 1999 war er außerdem musikalischer Leiter der Singakademie Dresden, einem der traditionsreichsten Chöre Sachsens. Schon 1994 erhielt der renommierte Chordirigent, auf dessen Initiative auch das Fest Alter Musik im Erzgebirge ins Leben gerufen wurde, den Förderpreis der Landeshauptstadt für seine Verdienste um das Dresdner Musikleben.
Als Chordirektor des Norddeutschen Rundfunks arbeitet Hans-Christoph Rademann seit 1999 mit Dirigenten wie Semion Bychkov, Roger Norrington oder Christoph Eschenbach zusammen. Gastspiele führten ihn darüber hinaus an die Pulte anderer führender Chöre: die Ensembles des Bayerischen und Mitteldeutschen Rundfunks, den Rundfunkchor Berlin sowie den RIAS Kammerchor.
Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Alte Musik, insbesondere die Erschließung von Dresdner Musikschätzen. Ergebnis dieser jahrelangen intensiven Auseinandersetzung, die ihn inzwischen mit vielen namhaften Instrumentalensembles des Alte-Musik-Genres zusammenbrachte, sind zahlreiche Erstaufführungen von Werken Zelenkas, Hasses und Heinichens – epochale Wiederentdeckungen, die oft auch als CD-Produktionen veröffentlicht wurden.
Konzertreisen führten bislang in viele europäische Musikzentren sowie in die USA, nach Israel, Südafrika, Indien, Sri Lanka, Argentinien, Uruguay und Japan. Im Jahr 2000 wurde Hans-Christoph Rademann als Professor für Chorleitung an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden berufen.